Mithilfe von Strukturgleichungsmodellen (SEM) lassen sich Kausaltheorien testen und Beziehungen zwischen beobachteten Variablen und zugrunde liegenden latenten Konstrukten analysieren. SEM kombiniert Prinzipien der Faktorenanalyse, welche Faktoren aus beobachteten Variablen identifiziert, mit denen der multiplen Regressionsanalyse, welche die Beziehungen zwischen Variablen untersucht.
Strukturgleichungsmodellierung
Hinweis: SEM bietet einen Rahmen für eine Vielzahl multivariater Analysen, darunter Mediationsanalyse, Pfadanalyse, konfirmatorische Faktorenanalyse und latente Wachstumskurvenanalyse. Diese Anleitung veranschaulicht lediglich eine dieser Analysen – die Mediationsanalyse. Mit dieser Technik lässt sich eine Kausaltheorie überprüfen, bei der angenommen wird, dass ein Prädiktor ein Ergebnis über seinen Einfluss auf einen Mediator verursacht. Die Mediationsanalyse ermöglicht es, die Mechanismen zu untersuchen, durch die eine Variable ein Ergebnis beeinflusst, und zwar mithilfe statistischer Tests und der Schätzung indirekter Effekte.
- Wählen Sie in einer geöffneten JMP® - Datentabelle Analysieren > Multivariate Methoden > Strukturgleichungsmodelle .
- Wählen Sie die numerischen Variablen für das Modell aus. Klicken Sie auf OK . Der interaktive SEM-Bericht wird geöffnet.
- Wählen Sie im roten Dreieck „Modellverknüpfungen“ unten die Option „Querschnittsanalyse (klassisch) > Mediationsanalyse“ .
- Wählen Sie eine der Variablen als Kausalvariable (hier „Leadership_Avg“), eine Variable als Mediatorvariable („Conflict_Avg“) und eine Variable für das Ergebnis („Satisfaction_Avg“). Diese Rollen definieren ein Modell, das den Einfluss von „Leadership“ auf „Job Satisfaction“ über dessen Einfluss auf „Conflict“ beschreibt. Klicken Sie auf OK . Das Pfaddiagramm wird hinzugefügt.
- Klicken Sie auf „Ausführen“ , um das Modell anzupassen. Die Modellkoeffizienten werden dem Pfaddiagramm hinzugefügt, und es wird eine Tabelle mit Parameterschätzungen und statistischen Tests generiert.
Job Satisfaction.jmp (Help > Sample Data Folder)Job Satisfaction.jmp (Hilfe > Beispieldatenordner)



Interpretation:
• Bei einer Erhöhung der Führungsqualitäten um eine Einheit sinkt der Konflikt um 0,59 Einheiten, während die Zufriedenheit um 0,47 Einheiten steigt.
• Konflikte wirken sich negativ auf die Zufriedenheit aus, sodass eine Erhöhung der Konflikte um eine Einheit eine Verringerung der Zufriedenheit um 0,35 zur Folge hat.
Der indirekte Effekt von Führung auf die Zufriedenheit über Konfliktmanagement ist positiv und statistisch signifikant (b = 0,21, SE = 0,04). Führung hat somit einen positiven Einfluss auf die Zufriedenheit, indem sie auf Konflikte einwirkt.
- Weitere Modelle können im selben Bericht mithilfe der Tabelle „Modellvergleich“ angepasst und verglichen werden (z. B. ein Modell ohne den direkten Einfluss von Führung auf Zufriedenheit, um zu testen, ob der Einfluss von Führung auf Zufriedenheit vollständig oder teilweise durch Konflikte vermittelt wird).
- Das Menü mit dem roten Dreieck des angepassten Modells bietet Optionen zur Anzeige von Gesamt- und indirekten Effekten sowie deren Standardfehlern. Die Bootstrap-Methode zur Berechnung der Standardfehler ist ebenfalls im Hauptmenü mit dem roten Dreieck verfügbar.
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