Analyse von El Niño- und La Niña-Ereignissen und deren Auswirkungen auf das lokale Klima mit JMP®
Rich Giannola, PhD, Atmosphärenwissenschaftler – Labor für Angewandte Physik der Johns Hopkins University
El Niño und La Niña (EN/LN) sind quasi-periodische Erwärmungs- bzw. Abkühlungsereignisse der Ozeane, die ihren Ursprung im äquatorialen Pazifik haben. Zusammen mit den damit verbundenen Änderungen des Luftdrucks und der Windmuster beeinflussen diese Phänomene die allgemeine Zirkulation der Atmosphäre und wirken sich kurzfristig auf das regionale Klima aus. Meteorologen charakterisieren EN/LN-Ereignisse durch verschiedene physikalische Indizes, die für Korrelationen mit beobachteten Klimabedingungen wie Temperatur und Niederschlag verwendet werden. JMP eignet sich ideal für die Visualisierung und Analyse dieser Daten. Erstens sind Indizes für EN/LN-Ereignisse für jeden Monat seit 1950 verfügbar. Für denselben 60-Jahres-Zeitraum sind auch monatliche Durchschnittsdaten von US-Wetterstationen verfügbar. Somit steht eine große Datenstichprobe für statistische Analysen zur Verfügung. Zweitens können mehrere JMP-Plattformen – darunter Verteilungs-, Zeitreihen- und Blasendiagramme – zur Verarbeitung und Visualisierung der Daten verwendet werden. In diesem Artikel schlagen wir vor, die EN/LN-Phänomene interaktiv mit JMP zu untersuchen. Wir verwenden historische EN/LN-Indizes, Temperatur- und Niederschlagsdaten ausgewählter US-Städte sowie klimatische Normalwerte (Mittelwerte) der National Oceanic and Atmospheric Administration. Das zeitliche Verhalten von EN/LN-Ereignissen und ihre Auswirkungen auf das lokale Klima werden dargestellt. Es werden Vergleiche zwischen den von JMP ermittelten Ergebnissen und bekannten klimatischen Auswirkungen dieser Phänomene angestellt. JMP-Anwender werden voraussichtlich von einer besseren Vertrautheit mit JMP-Prozessen und einem besseren Verständnis der EN/LN-Phänomene profitieren.