Diskriminanzanalyse der Mathematik-Kurseinstufung von Gymnasiasten
Simon King, Lehrer – Cary Academy/Texas A&M University
Eine entscheidende Frage für die akademische Zukunft vieler Mittel- und Oberstufenschüler ist die Wahl des Mathematikkurses. Diese Entscheidung bestimmt im Wesentlichen, ob sie in der Oberstufe Kurse wie Analysis oder Statistik belegen können. Die Fachbereiche Mathematik der Schulen teilen die Schüler auf Empfehlung der Lehrkräfte in die Kurse ein. Ziel dieser Studie war es, die Kurswahl von Oberstufenschülern im Mathematikunterricht mittels Diskriminanzanalyse zu untersuchen. Standardisierte Testergebnisse und Klassennoten dienten zur Bewertung der Lehrereinstufungen in die Mathematikkurse der 7. und 9. Klasse (Algebra I, Geometrie, Geometrie (Leistungskurs) und Algebra II (Leistungskurs)). Es wurde eine logistische Diskriminanzanalyse durchgeführt. Die Datenexploration zeigte visuell, dass sich viele Schüler in zwei potenziellen Kursen überschnitten. Die Analyse der individuellen Logit-Wahrscheinlichkeiten und die visuelle Darstellung der Daten verdeutlichen, dass viele Entscheidungen marginal sind. Standardisierte Tests liefern zwar ein nützliches Bild eines Schülers und seines potenziellen zukünftigen akademischen Erfolgs, aber kein vollständiges. Das fehlende Puzzleteil ist das Wissen der Lehrkraft über den empfohlenen Schüler sowie über weitere Faktoren, die dessen Erfolg und die Einstufung im Mathematikunterricht beeinflussen. Zu diesen zusätzlichen Faktoren gehören unter anderem Arbeitseinstellung, Lernbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit. Darüber hinaus wurden JMP-Visualisierungen eingesetzt, um Eltern, Lehrkräften und Schulleitern mit geringen statistischen Vorkenntnissen Informationen zu vermitteln.