Günes Pekmezci, Senior Expert für Industrial Internet of Things, Bundesdruckerei
Luís Fernando Ferreira Furtado, Senior Expert Industrial Controllers and Robotics, Bundesdruckerei
Michael List, Fertigungsingenieur, Bundesdruckerei
Trotz der Entwicklung neuer Netzwerk- und Medientechnologien könnte die intensive Nutzung von Bandbreite und Datenspeicherung ein limitierender Faktor in industriellen Anwendungen sein. Bei der Erfassung von Sensorsignalen mehrerer Maschinen stellt sich immer die Frage: Welche aussagekräftigen Informationen lassen sich aus den Daten extrahieren und was soll für eine spätere Analyse gespeichert werden? Die Antwort auf diese Frage ist eine Methode, die vom Team Production Data Engineering der Bundesdruckerei GmbH in Berlin, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Bundes, die Sicherheitsdokumente und digitale Lösungen herstellt, vorgeschlagen und umgesetzt wurde. Diese Methode konzentriert sich auf die Vorverarbeitung von Daten direkt in der Maschinensteuerung, wobei die Datenmenge strategisch reduziert wird, um nur die aussagekräftigen Informationen über OPC/UA an das Netzwerk zu senden, in der Datenbank zu speichern und mit JMP weiter zu analysieren. Es wird eine Fallstudie vorgestellt, die die Implementierung dieser Methode in Drehmoment- und Positionsdaten eines in einem Schneidprozess verwendeten Servomotors beschreibt. Die JMP Scripting Language wird verwendet, um automatisch Berichte über den Verschleiß des Schneidwerkzeugs zu erstellen, die auch in Kombination mit den Qualitätsdaten des Produkts analysiert werden. Diese Berichte ermöglichen es den Produktionsingenieuren, die Maschinen besser zu verstehen und Werkzeugwechsel strategisch zu planen.